Das Kinderzimmer richtig einrichten

Ein Kinderzimmer sollte so eingerichtet sein, dass es auf der einen Seite funktional ist, auf der anderen Seite sich der Nachwuchs auch darin wohlfühlt. Je älter das Kind ist, umso mehr Mitsprachrecht darf es auch in bezug auf Tapeten, Farben und Möbel haben. Zunächst aber steht erst einmal die Einrichtung des Zimmers für das Baby an. Hier scheiden sich die Geister, ob ein Baby überhaupt von Geburt an ein eigenes Zimmer braucht. Das ist auf jeden Fall eine Frage der Platzverhältnisse, aber auch der Einstellung der Eltern. Es gibt Eltern, die wenigstens in der Nacht für sich sein wollen, viele Babys schlafen aber auch das erste halbe Jahr im Familienbett und ziehen danach in das Zimmer des Geschwisterkindes um.

Soll das Baby jedoch ein eigenes Zimmer bekommen, empfiehlt es sich, dies bereits ein halbes Jahr vor der Geburt herzurichten, damit zum einen die Dämpfe der Farben bis zur Geburt verflogen sind und auch die Möbel, die in den meisten Fällen mit Schadstoffen behaftet sind, erst einmal ausgiebig auslüften können. Dadurch wird die Gefahr gemindert, dass das Kind irgendwelche Allergien oder sonstige gesundheitliche Probleme entwickelt. Selbstverständlich kann man das Babyzimmer auch nach der Geburt herrichten, wenn das Baby erst im Familienzimmer untergebracht ist. Allerdings ist die Zeit von frischgebackenen Eltern ziemlich knapp, was eventuell einer gründlichen Renovierung hinderlich sein kann. Aber was braucht ein Baby eigentlich für sein Zimmer? Zunächst einmal sollte die Auswahl der Farben hell und freundlich sein, man kann sich hier auch durchaus die Wirkung bestimmter Farben zunutze machen. Sehr beliebt für ein Kinderzimmer ist zum Beispiel ein freundliches Gelb. Man kann die Wände aber auch neutral halten und dann Bordüren oder Wandbilder anbringen. An Möbeln bedarf es im Grunde nur eines stabilen Wickeltischs, eines Kleiderschranks und eines Gitterbetts. Dieses Bett sollte möglichst höhenverstellbar und später zu einem normalen Bett umbaubar sein, denn spätestens mit 2 ½ Jahren mag kein Kind mehr im Gitterbettchen schlafen, sondern möchte ein Bett wie die Großen.

Im Kindergarten- bis frühen Grundschulalter sind dann Hochbetten mit Rutschen und darunter liegenden Freiflächen, die als Höhle oder Stauraum genutzt werden können, sehr beliebt. Auch der ehemalige Schrank des Babyzimmers reicht nun für die gestiegene Menge an Kleidungsstücken nicht mehr aus, deshalb muss ein größerer Schrank angeschafft werden. Weiterhin sind Regale zur Unterbringung von Spielsachen und Büchern sehr praktisch. Wer möchte, kann dem Kind mit dem Eintritt in die Grundschule auch einen guten Schreibtisch sowie einen passenden Stuhl ins Kinderzimmer stellen, allerdings hat die Erfahrung gezeigt, dass die meisten Schulanfänger ihre Hausaufgaben lieber am Küchentisch machen, damit sie sich bei Fragen gleich an die Mutter oder den Vater wenden können.

Mit der Anschaffung eines Schreibtischs kann man also getrost noch etwas warten. Spätestens ab dem zehnten Lebensjahr sollte das Kind aber einen eigenen Arbeitsplatz im Zimmer bekommen, damit es ungestört seine Hausaufgaben erledigen kann. Früher oder später ist wohl die Anschaffung eines eigenen Computers unumgänglich. Für diesen muss dann ja ebenfalls ein fester Platz vorhanden sein. Das größere Kind hat wahrscheinlich auch genug von seinem Hochbett und man muss ein anderes normales Bett oder ein Wasserbett anschaffen.  Je älter das Kind ist, umso mehr Mitspracherecht sollte es bei der Einrichtung seines Zimmers bekommen, natürlich immer im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten. Ein älteres Kind darf auch ruhig mithelfen und beispielsweise seine Wände selber streichen. Umso mehr weiß es das fertige Werk anschließend zu schätzen und geht entsprechend sorgsam damit um.

Da ein Kinderzimmer mehrmals neu eingerichtet werden muss,  ist dies meist eine sehr kostspielige Angelegenheit. Deshalb kann man sich auch ruhig nach gebrauchtren Möbeln umsehen, etwa im Anzeigenteil der Tageszeitung oder auf Internetportalen. Gerade bei den Babymöbeln ist das eine gute Sache, denn die Möbel sind häufig gut erhalten und weniger mit Schadstoffen belastet.